Apfelernte – Gesunder Saft aus dem eigenen Garten

Apfelernte – Gesunder Saft aus dem eigenen Garten

Frost im Früh­jahr, Dauer­regen im Sommer – das Wetter hat Äpfel­bäumen in diesem Jahr stark zugesetzt.

Die Ernte fällt über­all geringer aus, vor allem in Baden-Württem­berg. In güns­tigen Lagen aber können Apfelbaum­besitzer reichlich Früchte ernten. Wer wenig Platz zum Lagern hat, kann seine Garten­äpfel zur Mosterei bringen – oder selbst pressen. Wir erklären, wie Sie gesunden Saft selber machen.

Die traditionelle Methode

Es gibt mehrere Möglich­keiten, selbst Saft zu pressen. Für die traditionelle Methode reichen herkömm­liche Küchen­utensilien: 2 Kilo Äpfel waschen, entkernen, klein schneiden. In einem Topf mit 1 Liter Wasser 20 Minuten leicht köcheln lassen. Ein Sieb mit einem Leinentuch auslegen, in einen Topf hängen, Apfelmasse hinein­schütten, abtropfen lassen. Tuch auswringen, damit kein Restsaft verloren geht. Noch einmal aufkochen, heiß in saubere Flaschen füllen, verschließen, im Kühl­schrank kühlen, rasch trinken. Schneller und moderner geht die private Saft­herstellung mit einem Entsafter.

Mostereien produzieren individuellen Saft

Auch Privatleute können ihre Äpfel in eine Mosterei bringen. Viele Betriebe fordern Mindest­mengen von 25 oder 50 Kilo, damit sich das Pressen eines individuellen Saftes lohnt. Er wird pasteurisiert, in Flaschen oder Kunst­stoff­beutel gefüllt. Kosten­punkt: etwa 0,60 bis 2 Euro pro Liter. Alternativ bieten Mostereien oft einen „Tausch-Saft“ für angelieferte Äpfel an. Darin sind Früchte aus anderen Gärten der Region verarbeitet. Eine deutsch­land­weite Liste mit mehr als 200 Mostereien steht auf der Home­page des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu). Dort finden sich sogenannte stationäre Mostereien mit festen Stand­orten sowie mobile Mostereien, die zu bestimmten Zeiten an ausgewählten Orten aufgebaut werden.

Das Ergebnis: Trüb und gesund

Der frisch gepresste Apfelsaft ist naturtrüb und somit förderlich für die Gesundheit: Er ist reich an Ballast­stoffen und Poly­phenolen. Diese sekundären Pflanzen­stoffe können krebs­er­regende freie Radikale binden.

Quelle: Stiftung Warentest

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