Einzigartige Vielfalt: So individuell ist deutsches Mineralwasser

Einzigartige Vielfalt: So individuell ist deutsches Mineralwasser

Ein Grund für die Mineralwasser-Vielfalt sind die geologischen Begebenheiten im Zusammenspiel mit den günstigen Niederschlagverhältnissen in Deutschland, die für regelmäßigen Nachschub sorgen.

Deutschland ist ein echtes Mineralbrunnenland. Mehr als 500 natürliche Mineralwässer gibt es hierzulande, jedes davon mit individueller Zusammensetzung und charakteristischem Geschmack. „So unterschiedlich wie die Regionen in Deutschland, so verschieden sind auch die Mineralwässer, die ihnen entspringen“, erklärt Dr. Peter Schropp, Lebensmittelchemiker und Geschäftsführer der Wassersommelier Union e.V.. „Diese Vielfalt ist weltweit einzigartig und macht Mineralwasser zu einem Lebensmittel, das den Trend hin zu regionalen Produkten optimal bedient.“

Entstehung eines Naturprodukts

Grafik EntstehungEin Grund für die Mineralwasser-Vielfalt sind die geologischen Begebenheiten im Zusammenspiel mit den günstigen Niederschlagverhältnissen in Deutschland, die für regelmäßigen Nachschub sorgen. „Was jedem Mineralwasser seinen individuellen Charakter verleiht, sind die Böden und Gesteinsschichten, die das Wasser auf seinem Weg in die Tiefe durchläuft“, erklärt Dr. Schropp. Diese sind von Mineralwasser zu Mineralwasser unterschiedlich. Die individuelle Zusammensetzung ist dabei das Ergebnis verschiedener Faktoren: „Nicht nur die Art des Gesteins, durch die das Wasser fließt, ist entscheidend, sondern zum Beispiel auch die Beschaffenheit des Bodens sowie die Geschwindigkeit, mit der es fließt“, so der Mineralwasser-Experte.

Für jeden Geschmack etwas dabei

Die je nach Region unterschiedlichen Gesteine und Böden beeinflussen das Mineralstoffprofil der einzelnen Wässer und damit deren individuellen Geschmack. „Während Calcium im Mineralwasser zum Beispiel für eine leicht herbe Note sorgt und häufig ein trockenes Mundgefühl hervorruft, wird der Geschmack von magnesiumhaltigen Wässern sehr unterschiedlich beschrieben. Die einen empfinden diesen ebenfalls als bitter, die anderen eher als süßlich“, erläutert Dr. Schropp. „Salzig schmeckende Mineralwässer sind dagegen besonders natriumhaltig, wobei ein Mineralwasser ab 200 Milligramm Natrium pro Liter als „natriumhaltig“ gilt.“ Wer Schorlen mag, aber gerne auf den sauren Geschmack mancher Säfte verzichten möchte, findet in hydrogencarbonathaltigen Wässern einen guten „Verbündeten“. „Hydrogencarbonat bindet Säure, sodass Schorlen, die mit einem Mineralwasser mit viel Hydrogencarbonat gemischt werden, kaum noch säuerlich schmecken“, erklärt Dr. Schropp.

Restaurant Mineralwasserkarte

Gastronomen und Hoteliers, die bewusst auf Regionalität setzen, können die enorme Bandbreite unterschiedlicher Mineralwässer nutzen, um ihr Gesamtkonzept durch ein Angebot regionaler Mineralwässer perfekt abzurunden. Bei der Suche nach Mineralwässern aus der Region hilft der „Brunnenfinder“ der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) auf www.mineralwasser.com.

Quelle: IDM – Informationszentrale Deutsches Mineralwasser

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