Essen und Trinken auf der Fernreise

Essen und Trinken auf der Fernreise

Bei Fernreisen locken am Straßenrand frisch gepresste Obstsäfte und exotische Snacks.

Keime lieben die Hitze

Der Duft von gebratenen Spezialitäten liegt in der Luft, und mobile Händler bieten auf rollenden Karren Obst und Gemüse an. Auch wenn Streifzüge in die landestypische Küche kulinarisch sehr lohnenswert sind, sollten Fernreisende beim Essen und Trinken etwas vorsichtig sein. Bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sich schädliche Keime besonders schnell. Ein leichtfertiger Genuss kann unangenehme Folgen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall haben, was erst recht im Urlaub niemand braucht.

„Schäl es, koch es oder lass es!“

Generell empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation als Grundsatz für die Ernährung in tropischen und subtropischen Ländern: „Peel it, boil it or leave it!“ („Schäl es, koch es oder lass es!“). Trinkwasser sollte stets abgekocht werden, da die Qualität nicht mit mitteleuropäischen Standards zu vergleichen ist. Bestellen Sie Ihr Getränk immer ohne Eiswürfel, da sie verunreinigt sein können. Viel Trinken ist bei hohen Temperaturen besonders wichtig. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, greift zu gekauftem Wasser in der original verschlossenen Flasche – auch zum Zähneputzen.

Hygiene und Artenkenntnis sind wichtig

Gründliches Händewaschen vor den Mahlzeiten verringert das Risiko für Infektionen. Essen Sie nichts, was längere Zeit in der Wärme gestanden hat. Statt einem vorgeschnittenen Obstsalat schälen Sie Obst und Gemüse besser selbst. Fleisch, Eier und Meeresfrüchte werden nur gut durcherhitzt verzehrt, um mögliche Keime abzutöten. In den Tropen können einige Fische auch gegart noch giftig sein, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Daher sollten ohne ausreichend Artenkenntnis keine selbstgeangelten Fische gegessen werden.

Handwerklich hergestelltes Speiseeis kann in tropischen Ländern gesundheitlich bedenklich sein, sodass abgepacktes Stieleis die bessere Wahl ist. Wer diese Regeln beachtet, schont den empfindlichen europäischen Magen und kann seinen Urlaub, egal an welchem Ort, entspannt genießen.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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