Lebensumstände beeinflussen Konsumverhalten

Lebensumstände beeinflussen Konsumverhalten

Die Verbraucher stellen größere Anforderungen an Ernährung und Lebensmittel. Sie kaufen weniger und seltener, dafür aber immer bewusster ein.

Allerdings müssen auch bei hochwertigen Produkten Preis und Auswahl stimmen. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor. Die Hälfte der Bürger bevorzugt weiterhin überwiegend konventionell erzeugte Lebensmittel.

Vielfalt an Convenience-Produkten wächst stetig

Takeaway Curry Chicken Curry And Rice In A Plastic ContainerNicht nur die Wertvorstellungen, sondern auch die Lebensumstände beeinflussen das Konsumverhalten. Die zunehmende Berufstätigkeit und Mobilität haben dazu geführt, dass mehr Geld in die Gastronomie fließt. Die Ausgaben pro Besuch stiegen im Jahr 2016 um mehr als zwei Prozent auf 6,54 Euro. Zudem sind die Produkte im Außer-Haus-Markt verstärkt „to go“ verfügbar. Da viele Menschen wenig Zeit haben (oder dies zumindest glauben), stehen im Einzelhandel schnell zubereitete, aber hochwertige Mahlzeiten hoch im Kurs. Die Nachfrage lässt das Angebot an neuen Convenience-Produkten in unterschiedlichen Verarbeitungs- und Frischegraden sowie Qualitäten steigen. Eine weitere Entwicklung ist, dass die Kunden mehr Informationen über die Herkunft ihrer Lebensmittel und die Produktionsmethoden einfordern. 90 Prozent der Unternehmen beobachten laut BVE eine Zunahme an Verbraucheranfragen. Dabei sind die wichtigsten Themen Qualitätsunterschiede, Kennzeichnung und Verpackung.

170.000 Lebensmittelprodukte in Deutschland

In Deutschland steht ein vielfältiges Lebensmittelangebot zur Verfügung – von veganen, vegetarischen oder „frei von“-Produkten bis hin zu Erzeugnissen mit besonderen Eigenschaften wie regional, nachhaltig und Bio. Es umfasst mehr als 170.000 Produkte, und jährlich kommen 40.000 neue Erzeugnisse hinzu. Im Jahr 2016 gaben die Deutschen 10,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus. Damit liegen sie weit unter dem EU-Durchschnitt, wobei allerdings das relativ hohe Einkommensniveau zu berücksichtigen ist.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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