Fisch richtig lagern

Fisch richtig lagern

Fisch schnell zubereiten und verbrauchen

Als leichte und edle Speise steht Fisch hoch im Kurs. Kein Wunder, er ist gut bekömmlich und lässt sich in der Küche wunderbar variieren. Allerdings verdirbt er schnell und ist selbst gekühlt nur kurze Zeit haltbar.

Nach dem Fischeinkauf heißt es daher: Möglichst schnell zubereiten und genießen! Am besten kaufen Sie frischen Fisch erst an dem Tag, an dem Sie ihn verarbeiten wollen. Ist das nicht möglich, sollte er roh nicht länger als einen Tag im Kühlschrank bei +2 bis +6 °C lagern. Zum Aufbewahren nehmen Sie den Fisch aus der Verpackung, legen ihn in eine Glas- oder Porzellanschale und decken diese mit Frischhaltefolie ab. Als Lagerort eignet sich die kälteste Zone im Kühlschrank, also eine Stelle nahe der Rückwand auf der Glasplatte über dem Gemüsefach. Zubereitet hält sich Fisch ein bis zwei Tage im Kühlschrank, geräuchert sogar bis zu drei Tagen.

Tipps zum Einfrieren von Fisch

Wer Fisch länger aufbewahren möchte, sollte ihn einfrieren. Hierfür muss er ganz frisch sein und vor dem Einfrieren ausgenommen und entschuppt werden. Anschließend den Fisch gründlich unter fließendem Wasser waschen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Wenn Sie den Fisch im Ganzen einfrieren wollen, sollten Sie sich die Mühe machen, ihn vorzufrieren und zu glasieren. Er hält sich dadurch länger. Legen Sie hierfür den Fisch auf ein Blech oder Tablett mit Klarsichtfolie. Die Folie sorgt dafür, dass er nicht auf dem Blech anfriert. Ist der Fisch nach etwa drei bis vier Stunden steif gefroren, tauchen sie ihn kurz in kaltes Wasser. Dadurch bildet sich eine Glasur – ein dünner Eisfilm, der den Fisch vor dem Austrocknen und vor Frostbrand schützt. Gleichzeitig verhindert er, dass sich spitze Gräten oder Kanten durch die Verpackung bohren. Dann schlagen Sie das Gefriergut in Alufolie ein und legen es in einen Beutel gepackt wieder zurück ins Gefrierfach.

Fettgehalt entscheidet über Lagerdauer

Je nach Fettgehalt ist Fisch tiefgefroren unterschiedlich lange haltbar. Der Fettanteil reagiert auch im tiefgekühlten Zustand mit Sauerstoff und der Fisch wird mit der Zeit ranzig. Daher gilt: Je magerer der Fisch, desto länger ist er haltbar. Scholle oder Zander beispielsweise lassen sich tiefgekühlt bis zu acht Monaten aufbewahren, Aal und Lachs nur ein bis drei Monate. Wer gefrorenen Fisch zubereiten möchte, muss nicht lange warten: Zum Auftauen benötigt er bei Zimmertemperatur etwa ein bis zwei Stunden.

Quelle: Dr. Claudia Müller, www.aid.de

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